Aktuelles

  • 27. Januar 2022

    Nachruf Dr. Traugott Ulrich Schall * 16.05.1931 in Breslau † 31.12.2021

    Wir trauern um unseren Altpräsidenten Dr. Traugott U. Schall.

    Dr. Traugott Schall verstarb am Silvestertag 2021 in Detmold im Alter von 90 Jahren. Seine Ehefrau Dorothea verstarb nur zwei Tage später, am 2. Januar 2022.

    Dr. Traugott Schall hat sich auf vielfältige Weise der in Detmold gegründeten "Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V." (DAJEB) verdient gemacht, der er seit 1977 zunächst als Mitglied angehörte, im Jahre 1982 dann in den Vorstand der DAJEB gewählt wurde und diesem von 1992 - 2004 drei Legislaturperioden als Präsident vorstand.

    Es war zum einen seine fachliche Kompetenz, die er als Berater, Supervisor, Seelsorger und Autor in die DAJEB einbrachte: Traugott Ulrich Schall wurde 1958 Pfarrer. Bis 1976 war er als Gemeinde- und Jugendpfarrer in Schleswig-Holstein tätig. Ab 1970 absolvierte er eine psychologische und psychotherapeutische Ausbildung. Von 1976 bis 1995 leitete er die Seelsorge- und Beratungsarbeit der Lippischen Landeskirche. 1982 promovierte er zum Dr. theol. Ab 1995 war er Stiftspfarrer im Augustinum Detmold und ging einer freien Lehr- und Beratungstätigkeit nach. Er schrieb Veröffentlichungen zu Eheberatung, Seelsorge und Mitarbeiterführung.

    Zugleich war Traugott Schall auch mit Herz und Seele "klientenzentrierter Berater" und trug durch sein Engagement im Weiterbildungsausschuss dazu bei, dass die Weiterbildungen der DAJEB neben dem tiefenpsychologischen Ansatz auch durch humanistisch-psychologische Verfahren ergänzt wurden.

    Verbandspolitisch setzte sich Dr. Schall vehement dafür ein, dass Beratung, neben der Psychotherapie, als eigenständige Säule gesehen wird. Er hat sich sein Leben lang um die institutionelle Beratung verdient gemacht, Qualitätsstandards mitentwickelt sowie Regeln fachlichen Könnens mit auf den Weg gebracht.

    Nach der Wende setzte sich Traugott Schall zusammen mit dem Vorstand für die neu konzipierte Weiterbildung zur Ehe- Familien und Lebensberatung in den neuen Bundesländern ein, insbesondere für die gemeinsame Mentorenschaft von Kolleginnen und Kollegen aus den neuen und alten Bundesländern.

    Auch war er einer der ersten, der gemeinsam mit dem Vorstand und einem Referent*innen-Team der DAJEB die Fortbildungsreihe in Chorin (Brandenburg) "Gesprächsführung als Grundlage helfender Beratung für Mitarbeiter*innen in der familienbezogenen Beratung mit dem Schwerpunkt Beratung Schwangerer" aufbaute, und so eine - in den damals "neuen Ländern" - dringend benötigte fachliche Qualifikation ermöglichte, die bis heute erfolgreich Bestand hat.

    In unserem Verband hat er im Laufe seiner Tätigkeit als Präsident diverse Projekte angestoßen und vorangebracht, so seien beispielhaft die tausendfach gedruckte Broschüre "Eltern bleiben Eltern", die Ausgabe eines eigenen Beratungsführers für die Neuen Bundesländer sowie der Kurs für Mitarbeiter*innen in Einrichtungen für Menschen mit Hörbehinderung genannt.

    Alle, die Traugott Schall noch als Ausbilder oder Supervisor in Erinnerungen haben, können sich gewiss an diverse markige Sprüche, Redewendungen und Zitate erinnern, die er gerne nutzte: Beispielsweise, wenn er das "Syndrom des ahnungslosen Ehemanns" diagnostizierte oder über die "Jagd nach dem Schwein mit dem goldenen Halsband" sprach. Traugott Schall hat der DAJEB zu einer "Marke" verholfen, die bundesweit bekannt und anerkannt ist und hat den Verband institutionell gefestigt - nicht zuletzt durch seine Streitbarkeit und Hartnäckigkeit, die er mitunter bei Themen, die ihm wichtig waren, an den Tag legen konnte.

    Er hat sein Amt stets mit großem Engagement und persönlichem Einsatz im Interesse unserer Mitglieder ausgeübt. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand hatte er die Entwicklung des Verbandes im Blick und blieb der DAJEB verbunden. Wir sind ihm sehr dankbar und profitieren noch heute davon, dass er die Weiterentwicklung der DAJEB mit seinem Wirken maßgeblich geprägt hat.

    Wir sind traurig über seinen Tod und werden ihm stets ein ehrenwertes Andenken bewahren.

    Cornelia Weller & Dr. Stefan Schumacher

  • 18. Januar 2022

    Beratungsführer online wurde aktualisiert

    Der Beratungsführer online wurde aktualisiert. Momentan sind 14.641 Beratungsstellen abfragbar.

  • 14. Dezember 2021

    Digitale Kompaktfortbildungen Erziehungsberatung 1. Halbjahr 2022

    Die ausführlichen Informationen mit dem Link zum Anmeldeformular können unter "Fort- und Weiterbildung" / "Digitale Kompaktfortbildungen 2022" heruntergeladen werden.

  • 08. Dezember 2021

    Informationsrundschreiben 238

    Das Informationsrundschreiben 238: "Adoleszenz – eine unterschätzte Lebensphase"
    ist fertiggestellt und kann unter Publikationen heruntergeladen werden.

  • 08. Dezember 2021

    DAJEB Online-Zeitung "Beratung als Profession" Nr. 7

    Die 7. Ausgabe unserer Online-Zeitung "Beratung als Profession" ist erschienen und kann unter "Publikationen" heruntergeladen werden.

  • 24. November 2021

    56. Weiterbildungskurs in Ehe-, Partnerschafts-, Familien- und Lebensberatung im Blended-Learning-Format (Juni 2022 bis Juni 2025)

    Ausführliche Informationen finden Sie unter "Fort- und Weiterbildung / 56. Weiterbildungskurs in EPFL-Beratung".

  • 23. November 2021

    Jahrestagung 2022 (10. bis 12. März 2022)

    Ausführliche Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie unter "Jahrestagungen / Jahrestagung 2022".

  • 14. Oktober 2021

    Fortbildungsreihe: Gesprächsführung ... im Jahr 2022 in Chorin (bei Berlin) - Anmeldungen sind ab heute möglich

    Die ausführlichen Informationen mit dem Link zum Anmeldeformular können unter "Fort- und Weiterbildung" / "Fortbildungsreihen" heruntergeladen werden.

  • 31. August 2021

    Relaunch des Hilfe-Portals Sexueller Missbrauch

    Das im Sommer 2013 gegründete Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch wurde jetzt rundum erneuert: Das Motto "Hilfe suchen, Hilfe finden" steht seit dem 09. August 2021 im Zentrum der Website www.hilfe-portal-missbrauch.de. Hier finden Betroffene, Angehörige und Fachkräfte einen schnellen Zugang zu Hilfen und Information zum Thema sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend. Auch Menschen, die sich Sorgen um ein Kind machen oder Fragen zum Thema haben, erhalten hier Unterstützung.

    Das Hilfe-Portal ist ein Angebot des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM). Mit dem Relaunch bündelt das Portal die Zugangswege: Ratsuchende können per Telefon oder über die Online-Beratung direkt Kontakt zum Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch aufnehmen. Sie können aber auch in der umfangreichen Datenbank nach einem passenden Hilfeangebot vor Ort oder nach weiteren telefonischen und Online-Hilfeangeboten suchen.

    Zum neuen Portal gehört auch eine neue Datenbank mit deutschlandweiten Hilfeangeboten. Hier können sich fachlich qualifizierte Einrichtungen selbst unter www.hilfe-portal-missbrauch.de/ueber-uns/registrierung registrieren.

  • Infos zu Fort- und Weiterbildungen

    Möchten Sie von uns frühzeitig über Fort- und Weiterbildungen informiert werden? Dann senden Sie eine kurze E-Mail an fortbildungen@dajeb.de. Wir nehmen Sie in unseren Verteiler auf und informieren Sie dann bevorzugt über anstehende Fort- und Weiterbildungen.