Digitale Kompakt-Fortbildungen 2022

AUSGEBUCHT: Der systemische Ansatz in der Erziehungs- und Familienberatung

25. und 26. Februar 2022 als Online-Seminar

INHALT
Professionelle institutionelle Erziehungs- und Familienberatung muss sich an den konkreten Notlagen und situativen Frage­stellungen aus sehr verschiedenen Milieus und Lebenslagen orientieren. Der systemische Ansatz bietet sich als Grund­orientierung an, weil er genau die Anliegen und Zielvorstellungen der Ratsuchenden exploriert und in unterschiedlichen Bera­tungs­settings (mit Einzelpersonen, ganzen Familien und Sub­systemen) deren Sinnprämissen erkundet, bisher nicht genutzte Ressourcen stärkt und mit den Betroffenen gemeinsame Lösungs­wege entwickelt. In diesem Seminar sollen zentrale Bausteine wie Auftragsklärung und Kontraktbildung, emotionale Rahmung, die Arbeit mit wechselnden Beratungssettings und systemisches Fragen vorgestellt und an Fallbeispielen erläutert werden.

ZIELGRUPPE UND TEILNEHMER*INNENZAHL
Beratungsfachkräfte in der Erziehungs- und Familienberatung; max. 12 Personen

REFERENT
Thomas Lindner, Diplom-Psychologe, Paar- und Familientherapeut (IF Weinheim), Weiterbildungen in Gestalt­therapie, personenzentrierter Therapie und Traumaberatung. Nach Tätigkeiten in der Sucht­therapie und Drogen­beratung langjährige Mitarbeit und Leitung einer Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder in Köln.

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AUSGEBUCHT: Eskaliert streitende Eltern in der Erziehungsberatung: praxisorientierte Konzepte zu Diagnostik und Beratung

18. und 19. März 2022 als Online-Seminar

INHALT
Die Beratung im angeordneten Setting nach §156 FamFG soll ein „einvernehmliches Konzept (…) der elterlichen Sorge“ errei­chen. Diese ideale Zielvorstellung macht viel Druck in der Bera­tung, denn sie ist kurzfristig kaum zu erreichen. Im Seminar wird im Aus­tausch reflektiert, welche Wege die Beratungsstellen da­mit kon­zeptionell vor Ort gehen.

Das in Oldenburg erprobte Modell setzt auf eine differenzierte, realistische und fachlich fundierte Planung der Prozesse. Dazu ist eine frühe diagnostische Einschätzung der Beratungs­möglichkei­ten mit der jeweiligen Familie hilfreich. Die dafür erfor­derliche Grundhaltung sowie Fragen und Kategorien werden vor­gestellt. Der Elternstreit in der Beratung geht oft mit starken Emo­tionen ein­her, die die Berater*innen herausfordern: Vorwürfe, Schuld­zuschreibungen, Entwertungen, darunter liegend oft tief­greifende Verletzungen und Verlustängste. Reflexion schafft the­rapeutische Distanz: Wie viel davon ist den Eltern bewusst bzw. besprechbar, welche Rolle spielt das Stressniveau, was können sie im Kontakt steuern, wo sind stabile Ressourcen? Neben der Darstellung von Diagnose-Tools werden passende Zielsetzun­gen, Settings und Methoden vorgestellt und an Fallbeispielen vertieft. Eigene Fall­beispiele erwünscht!

ZIELGRUPPE UND TEILNEHMER*INNENZAHL
Fachkräfte in Beratungsstellen, die eskaliert streitende Eltern beraten; max. 18 Personen

REFERENT
Andreas Weber, Diplom-Psychologe, Familien­therapeut, langjähriger Mitarbeiter der Erziehungs­beratungsstelle in Oldenburg, Ver­öffentlichungen und Fortbildungen zur Arbeit mit Hochkonflikt-El­tern; persönlicher Schwerpunkt: Achtsamkeitspraxis

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AUSGEBUCHT: Kinder in Trennungs- und Scheidungsfamilien – Vorstellung eines Gruppenangebotes im Rahmen einer Erziehungsberatungsstelle 10. und 11. Juni 2022 als Online-Seminar

INHALT
Teil 1: Die Konfrontation mit einer dauerhaften Trennung der Eltern löst in jedem Kind heftige Gefühle aus. Manchmal sind diese Gefühle nach außen hin nicht sichtbar und Eltern fühlen sich erleichtert, dass ihr Kind die Trennung gut „wegsteckt“, da sie doch selbst sehr mit ihrem eigenen Gefühlschaos beschäftigt sind. Woran können Eltern erkennen, dass ihr Kind leidet? Welche alters­spezifischen kindlichen Reaktionen gibt es? Wie sollten Kinder in den Trennungsprozess einbezogen werden und wie können Eltern ihre Kinder bei der Bewältigung hilfreich unterstützen? Wann kann die Trennung der Eltern zu einem traumatischen Erleben für das Kind werden, so dass es in seiner Entwicklung nachhaltig gestört wird?

Teil 2: Im 2. Teil wird ein Gruppenkonzept für Trennungs- und Schei­dungskinder, durchgeführt in einer Erziehungsberatungsstelle (nach Wassilios E. Fthenakis) vorgestellt. Das Konzept be­inhaltet auch begleitende Elternarbeit.

Es wird ein Überblick über benötigte finanzielle und personelle Ressourcen vermittelt.

ZIELGRUPPE UND TEILNEHMER*INNENZAHL
Beratungsfachkräfte in der Erziehungs- und Familienberatung; max. 12 Personen

REFERENTIN
Sophia Leopold, Diplom Sozialpädagogin, Psychologische Beraterin für Familien, Einzel- und Paar­beratung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung (IFB am EZI), Traumatherapeutin (zptn), Sexualberaterin, tätig in einer integrierten Beratungsstelle

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